Moyamoya Center

Moyamoya-Angiopathie

Die neurologische Störung ist eine wenig bekannte Krankheit, bei welcher sich Hirn-Arterien und angrenzende Hirngefässe verengen und verschliessen. Der Körper versucht, den gestörten Kreislauf zu kompensieren, indem er mit vielen kleinen Gefässen wolkenartige Gebilde im Gehirn bildet. In Anlehnung an die Form dieser Umgehungskreisläufe (Kollateralen) haben die Japaner J. Takeuchi und K. Shimizu, die das Symptom 1957 erstmals beschrieben, diese Krankheit Moyamoya genannt. Moyamoya bedeutet im Japanischen Wölkchen oder Rauchschwade.

neurologische Störung
neurologische Störung

In Nippon leiden rund drei Personen von 100 000 Einwohnern an Moyamoya. Darunter sind auffallend viele Kinder im Alter von fünf Jahren sowie Erwachsene um die vierzig. In Europa ist die Anzahl der Patienten, die dieselbe Diagnose erhalten haben, nur rund ein Zehntel so hoch. Zurückzuführen ist dies darauf, dass Moyamoya in der westlichen Welt noch fast gar nicht bekannt ist. Aufgrund dieses Unwissens wird diese neurologische Störung leider viel zu oft nicht erkannt. Die Folgen für die Betroffenen sind motorische Defizite, schwere Behinderungen oder sogar der Tod.